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Ein Cappuccino für die Armen

Kritik der Spenden- und Ehrenamtsökonomie, Neue Kleine Bibliothek 261

Erschienen am 15.09.2018, 1. Auflage 2018
Bibliografische Daten
ISBN/EAN: 9783894386771
Sprache: Deutsch
Umfang: 159 S.
Format (T/L/B): 1.4 x 19.8 x 13.2 cm
Einband: kartoniertes Buch

Beschreibung

Claudia Pinl zeichnet nach, wie der Ruf nach Bürgerengagement immer lauter wurde, parallel zum Abbau öffentlicher Daseinsvorsorge. Wenn öffentliche Aufgaben auf die Schultern von Freiwilligen verlagert werden, können Steuern niedrig und große Vermögen unangetastet bleiben und kann die Schuldenbremse trotzdem eingehalten werden. Mit dem guten Willen der Menschen lassen sich aber auch gute Geschäfte machen. Öffentliche Gelder fließen an Agenturen, Organisationsberater, Stiftungen und Weiterbildungseinrichtungen, die Freiwillige motivieren, rekrutieren, ausbilden und vermitteln. Und wer keine Zeit für Gratisarbeit hat, trinkt einen Cappuccino und bezahlt einen weiteren für jemanden, der sich keinen leisten kann, so wird es mancherorts von Gastronomen propagiert. Eine wachsende Spendenindustrie breitet sich aus in den vom Rückzug der Sozialpolitik geschaffenen Nischen. Die Autorin wendet sich gegen die Rückkehr zum mittelalterlichen Mildtätigenwesen. Sie plädiert dafür, den Sozialstaat wieder in seine Rolle als Garant gesellschaftlichen Zusammenhalts einzusetzen.

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Autorenportrait

Claudia Pinl, *1941, Politikwissenschaftlerin, Publizistin, Mitinitiatorin der 'neuen' Frauenbewegung der 1970er Jahre in Köln. Zahlreiche Veröffentlichungen zu Frauen und Arbeit, feministischer Theorie und neokonservativem Roll-Back.

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