Beschreibung
Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Philosophie - Theoretische (Erkenntnis, Wissenschaft, Logik, Sprache), Note: 1,3, Freie Universität Berlin (Institut für Philosophie), Veranstaltung: Gilbert Ryle: Der Begriff des Geistes, Sprache: Deutsch, Abstract: Es gibt nicht gerade viele Schlagwörter, die ihren Weg aus der philosophischen Fachwelt in die Alltagssprache auch unphilosophischer Naturen gefunden haben. Gilbert Ryles griffige Formulierung vom Gespenst in der Maschine gehört sicherlich dazu, was umso mehr verwundern muß, da sich sein Hauptwerk um ein Thema dreht, das der Durchschnittsbürger eher stillschweigend voraussetzt: der Verbindung von Körper und Geist. Diese Arbeit beschäftigt sich mit Ryles Dispositionsbegriff in seinem 1949 erschienen Hauptwerk The Concept of Mind.
Die vorliegende Arbeit besteht aus drei Teilen. Jedes Hauptkapitel beschäftigt sich mit einer Teilfrage. Im Mittelpunkt steht dabei die Hauptfrage, wie Dispositionen intelligentes Verhalten erklären können. Im ersten Kapitel geht es darum, welche Thesen die Zwei-Welten- Lehre vertritt und was Ryle daran kritisiert. Der zweite Abschnitt hat Ryles eigene Theorie zum Gegenstand. Es wird gefragt, was Dispositionen sind, wie sie sich im normalen Sprachgebrauch zeigen und wie sie sich von Vorgangswörter unterscheiden lassen.
Im letzten Teil versuchen wir abschließend eine Kritik an Ryles Dispositionsbegriff. Hierbei gehen wir zuerst der Frage nach, ob sich intelligente (mehrspurige) und nicht-intelligente (einspurige) Verhaltensweisen zufriedenstellend voneinander trennen lassen, oder ob nicht die natürliche Vagheit aller Sprache dem Dispositionsansatz ein Stück Erklärungskraft nimmt. Zuletzt beschäftigen wir uns mit der Frage, ob es ausreicht, wenn sich Ryle bei der Erklärung von dispositionalen Sachverhalten auf die Manifestation-Disposition-Dualität beschränkt, oder ob nicht doch der Rückgriff auf weitere, kausale Gründe notwendig erscheint. Im Hinblick auf den Untersuchungsstil liesse sich der Ablauf der vorliegenden Arbeit auch so beschreiben: Zuerst kommt das Dogma und Ryles Kritik daran, dann folgt Ryles Gegentheorie und schließlich eine Kritik an dieser Theorie. Der Untersuchungsductus wechselt also von deskriptiv und destruktiv (Kapitel 1) zu konstruktiv (Kapitel 2) zu destruktiv (Kapitel 3). Kein Gegenstand dieser Arbeit soll die in der deutschsprachigen Rezeption vor allem von Röd und Savigny diskutierte Frage sein, ob Ryles Bezeichnung des Körper-Geist-Dualismus als Descartes Mythos philosophiegeschichtlich gerechtfertigt ist oder nicht.
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